Die gesamte Saison spielte man gegen den Abstieg aus der höchsten Spielklasse, vier Absteiger waren ausgeschrieben, der rettende Strohalm war lange in Reichweite, man konnte ihn jedoch nicht so richtig fassen.
Also mußte man sich als Drittletzter mit dem bitteren Abstieg abfinden.
Dann kam es per Ministerratsbeschluß noch bitterer. Man reduzierte die Zahl der Absteiger von 4 auf 2. Das hätte für KWU Weimar den Klassenerhalt bedeutet. Mit dem Beschluß der 2 Absteiger wurde aber auch festgelegt, das der Tabellenletzte Berlin Pankow in der höchsten Fußball-Liga der DDR verbleiben darf, obwohl Pankow nachgewiesener Weise einen Negativrekord nach dem anderen aufstellte und seine Ligauntauglichkeit offensichtlich war, im Regierungsviertel gönnte man sich halt trotzdem Erstligafußball.
Wenn die Politik in den Sport aktiv eingreift, kommt dann auch mal sowas raus, für die gesamte Weimarer Fußballgemeinde umso tragischer weil unverständlich, hatte man gerade im geliebten Fußballsport eine Ablenkung zum grauen Alltag und eine Enklave der Gerechtigkeit, dachte man.
Auch ein Koffer voller Protestunterschriften, von 2 Spielern persönlich in Berlin abgegeben, konnte da logischerweise auch nicht mehr helfen.

Und im Spiel Chemie Leipzig gegen Motor Zwickau gab es acht Platzverweise gegen den Titelverteidiger und dann auch noch fette Strafen wegen Verstoßes gegen die soz... Sportkultur, aber das nur am Rande.

Im Meisterschaftsendspiel bewahrte Chemie Leipzig den Weltfußball vor einer Katastrophe und besiegte Vieselbach.

Folgende Spieler kamen in der einzigen Saison in einem Fußballoberhaus zum Einsatz:
Horst Büchner
Emil Eidtner
Herbert Fierle
Hans Göring
Hans Griese
Heinz Irmscher
Manfred Kirdorf
Kurt Langethal
Arno Klemm
Karl-Heinz Marx
Heinz Mil
Rolf Otto
Albert Reichardt
Rolf Schleicher
Hans-Joachim Schmidt
Manfred Schuster
Siegfried Schäller
Paul Trommler
Gerhard Weigel
Hans Ziehn
1 1 8 7 1 9 9