Finaleinzug für Rot-Weiß Erfurt bei tapferem SC 03 Weimar.
Nach einem frühen Tor verpasst Erfurt das zweite Tor nachzulegen, sodass die Partie lange von der Spannung lebt.

Denn der SC 1903 Weimar verteidigte gut und glaubte an die Chance. Zwei Tore in der Schlussphase begruben aber alle Hoffnungen im Heimlager.Von Beginn an gab es das erwartete Bild. Der Drittligist aus Erfurt übernahm die Spielkontrolle, der SC 03 Weimar stand mit zwei Viererketten engmaschig vor dem eigenen Tor. Zwingende Chancen ergaben sich für die Gäste zunächst nicht. Das Führungstor fiel symptomatisch nach einer Ecke. Der großgewachsene Bieber köpfte aus sechs Metern ein (22.). Mit dem Gegentreffer schien aber die Junker-Elf zu erwachen und traute sich fortan mehr zu. Kammlott und Uzan hätten allerdings zuvor erhöhen können, scheiterten aber am starken Adamiuc (27./31.). Auf der Gegenseite war es dann Marcel Hummel, der den Ausgleich auf den Fuß hatte. Sein Schuss aus 15 Metern blieb aber an einem RWE-Rücken hängen (32.). Wenig später war es Domaschke der einen Hummel-Schuss aus 18 Metern noch um den Pfosten lenkte (41.).Mit Wiederbeginn wollte Erfurt das zweite Tor nachlegen, doch die gute Heimdefensive um Häußler & Rammelt ließ nicht viel zu. So wuchs im Laufe der zweiten Halbzeit bei den Hausherren der Glaube an die Sensation. Allerdings ließ auch die Erfurter Abwehrreihe nicht viel anbrennen. Auf der Gegenseite verpasste Kammlott die Entscheidung. Zunächst setzte er den Ball frei am langen Pfosten vorbei (73.) und traf wenig später frei vor dem Kasten die Kugel nicht (81.). In der Schlussphase machte der RWE-Angreifer aber dann doch den Deckel drauf. Nach Grundlinienlauf von Uzan, verwertete er die Eingabe auf den kurzen Pfosten (87.). Auf der Gegenseite hätte Denis Jäpel fast das Ehrentor erzielt und die Partie spannend gemacht, doch konnte er frei vor dem Gästetor Domaschke nicht überwinden (90.). Nach Sturmlauf von Ihenacho machte dann Aydin den Endstand perfekt (90.+1). 

Quelle: fupa.net



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Interview mit unserem Trainer zum Spiel. Zudem zieht der Coach ein Fazit für den Verein und blickt auf die Restsaison in der Thüringenliga.

FuPa: 
Hallo Michael, mit welchem Gefühl bist du heute Morgen aufgewacht?
Michael Junker: Generell war es eher ein Scheißgefühl. Mit zwei Niederlagen ist es nicht gut gelaufen. Auch wenn das Erfurt-Spiel insgesamt okay war. Aber das Ehrenhain-Spiel ärgert mich total. Wir haben dort mit zwei Mann mehr die falschen Mittel gewählt und insgesamt zu hektisch agiert. Vielleicht waren schon einige mit dem Kopf im Pokalhalbfinale. 

FuPa: Wie hast du euer Spiel gegen Erfurt gesehen?
Michael: Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich absolut einverstanden. Wir standen gut und haben wenig Chancen zugelassen. Flo Sachs, Flo Rammelt und Garry Häußler haben das Zentrum gut zugemacht. Die Chancen für Erfurt haben wir teilweise selber aufgelegt. Wir sind nach dem Rückstand immer besser geworden und haben gemerkt, dass doch was geht. 

FuPa: Nach dem 0:1 schien es, dass ihr euch plötzlich offensiv mehr zutraut. Hattet ihr vielleicht anfangs zu viel Respekt?
Michael: Ja, ich hätte mir anfangs etwas mehr Zutrauen gewünscht. Wir haben da die Bälle doch sehr leicht hergegeben. Die Entstehung des 0:1 und die Verteidigung der Ecke haben wir sicher nicht gut gemacht. Ich hätte es gerne erlebt, wenn es länger 0:0 gestanden hätte. Erfurt hätte dann mehr Risiko gehen müssen und wir hätten sicher Räume bekommen. Am Ende sind es sicher viele Schulterklopfer, aber wir sind ausgeschieden. 

FuPa: Was wäre passiert, wenn euch der Ausgleich gelungen wäre?
Michael: Die Chancen dazu waren sicher da. Mats Hummels (Anm. d. Red: Marcel Hummel) hatte zwei Abschlüsse und auch Oli Lange hatte einmal freie Bahn, wurde aber noch abgelaufen. Wenn mal glücklich einer reingeht, will ich sehen, wie das Spiel verläuft. Ich bin stolz auf meine Jungs, dass wir es so lange offengehalten haben. Am Ende ärgert mich das dritte Tor etwas. Das klingt nun so, als ob Erfurt es locker runtergespielt hat. Aber das war bei weitem nicht so. 

FuPa: Wie fällt euer Gesamtfazit als Verein aus?
Michael: Es war ein Riesenaufwand für uns als Verein. Ich bin stolz darauf, was die Leute geleistet haben und froh wie es rundum ablaufen. Wir wollten, dass es ruhig bleibt. Und bis auf ein paar Unverbesserliche Erfurter Anhänger, die einen Teil des Zaunes zerstört haben, ist nichts passiert. Es war mal wieder herrliche Stimmung auf den Lindenberg und viele Zuschauer. Sonst spielen wir meist vor 80 Leuten. Es hat sich gut angefühlt und natürlich hoffen wir, dass einige jetzt öfter kommen.

FuPa: Und zum Abschluss noch zur Liga: Der Pokal ist jetzt aus den Köpfen. Was wollt ihr jetzt in der Liga noch erreichen?
Michael: Ja, der Pokal war schon ein Thema, auch wenn wir es nicht so zulassen wollten. Doch es schwebte die ganze Zeit in den Köpfen und so recht konnten wir es nicht verdrängen. Aber jetzt ist es vorbei und wir wollen uns wieder fokussieren. Die Hinrunde war gut und es wäre schade, wenn am Ende nur Platz Sieben oder Acht rausspringt. Das würde die Saison nicht widerspiegeln. Aber wenn wir weiter Federn lassen, wäre es dann wohl so. Ich denke aber die Truppe ist stark genug für Platz Fünf. Wir müssen in der Meisterschaft aber jetzt mal wieder den Finger ziehen und die nötigen Punkte für dieses Ziel holen.

Quelle: fupa.net

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