War der Sieg am vergangenen Wochenende in Meiningen beim Aufsteiger noch die Pflicht, folgte dann am Mittwoch und Samstag eine überragende Kür mit Erfolgen gegen Arnstadt und Meuselwitz II. Da hat sich die sehr junge Weimarer Mannschaft auf jeden Fall eine Pause am kommenden Zwiebelmarkt-Wochenende verdient. In Meuselwitz hatte der SC 03 Weimar einen Altersschnitt von etwas mehr als 20 Jahren, spiele quasi mit einer U21 gegen die U23 des Regionalligisten (im Schnitt etwa 24 Jahre alt).
Die Gesichter des Erfolges sind dabei unterschiedlich. Simon Ogrisseck, in den vergangenen Jahren stets in der Reserve im Einsatz, hat die Lücke in der Innenverteidigung geschlossen und ist aus der Abwehr nicht mehr auszudenken. Im Mittelfeld ackert neben Hannes Boden der ebenfalls junge Benito Granert in jedem Spiel bis an die Krampfgrenze und vorn hat man mit Marvin Schindler einen 18-Jährigen, der nicht nur gegen Arnstadt seinen Torriecher bewies, sondern beim Auswärtsspiel im Osten Thüringen gleich zwei Treffer folgen ließ. Außerdem konnte sich Neuzugang Clemens Runge, der vom VfB Apolda kam, gegen Meuselwitz über seinen ersten Saisontreffer für die Weimarer freuen.
Die erste Halbzeit des Spiels verlief eher durchwachsen und chancenarm auf beiden Seiten. Die Weimarer konzentrierten sich erst mal auf die Defensive, kamen jedoch umso engagierter aus der Kabine. Denn sie hatten zu Beginn des zweiten Durchgangs den Erfolg auf ihrer Seite. Und zwar konkret durch Marvin Schindler, der in der 47. und 53. Minute gleich doppelt zur 2:0-Führung für Weimar traf. Beide Male nutzte er ein Gewusel im Meuselwitzer Strafraum, als die ZFC-Defensive das Leder nicht richtig wegbekam, um Keeper Paul Freyer zu überwinden.Danach wurden die Hausherren stärker und kamen zum Anschlusstreffer. Doch auch der SC 03 hielt dagegen und spielte ein schönes Tor von Clemens Runge heraus. Die englische Woche war der Junker-Elf dann immer mehr anzusehen und die Kräfte schwanden. Doch man hielt den Gegner lediglich bei einem Gegentreffer und fuhr mit weiteren drei Zählern wieder nach Hause.Am 20. Oktober folgt dann ein weiteres schweres Spiel beim FSV Martinroda, der aktuell auf jeden Fall mit jeder Menge Torlaune ausgestattet ist.

Christian Albrecht / 08.10.18
 
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