Tiefe Trauer um Peter Habi


Wie wir erfahren mussten, hat uns in der vergangenen Woche einer unser langjährigsten und verdientesten Spieler für immer verlassen: Peter Habi ist im Alter von 65 Jahren verstorben.

Peter prägte wie kaum ein anderer das Gesicht der 1. Männermannschaft in den 80er, 90er und beginnenden 2000er Jahre. Er war eine Institution – auf und neben dem Platz, eine echte Legende. Er gehörte als einer der wenigen Spieler, die sowohl mit der BSG Motor als auch später mit dem SC 1903 Weimar jeweils einen Aufstieg feiern durften: 1985 in die damalige DDR-Liga, 1995 in die Amateur-Oberliga Nordost, Staffel Süd.

Peter glänzte auf dem Feld als unermüdlicher Abwehrrecke vor allem durch seine schier unglaubliche Ruhe am Ball, Zweikampfstärke und Robustheit. An ihm kam keiner so leicht vorbei. Aber gerade sein Auftreten neben dem Platz war und ist es, was Peter auszeichnete und womit er den Verein nach innen und außen repräsentierte und prägte: Sachlichkeit und Ruhe, Fairness und Erfolgshunger, Trainingsfleiß und Sportsgeist, Ehrgeiz und Humor. Peter war in allem ein Vorbild. Speziell auch für mich, der mit 17 Jahren in den Kader kam und mit Peter einen fast väterlichen Freund fand, der mich unter seine Fittiche nahm und mir von Beginn an das Gefühl gab, ein wichtiger Teil des Teams zu sein.

Dieses Gefühl durfte ich auch nach seiner aktiven Zeit, die er mit dem ein und anderen Jahr in unserer 2. Männermannschaft ausklingen ließ, erfahren, als ich im Jahr 2005 das Traineramt der Ersten übernahm: Ich wollte unbedingt ihn als Partner auf der Trainerbank. Und Peter entsprach meinem Wunsch. Dass wir den fast schon feststehenden Abstieg doch noch abwenden konnten, lag zu großen Teilen an Peters Art, in schwierigen Situationen den Kopf oben zu behalten und sich mit Bestimmtheit, aber in Ruhe auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Immer wieder kam es in der Folge dazu, dass Peter auch die 2. Männermannschaft als Trainer an der Seitenlinie betreute, wussten doch alle, dass Peter immer da war, wenn man ihn brauchte.     

Auch wenn es später um Peter in Sachen Lindenberg-Fußball mit Rücksicht auf die vierköpfige Familie und die beruflichen Aufgaben in einer ortsansässigen Krankenkasse etwas ruhiger wurde, ist Peter immer ein Beobachter und Begleiter unseres SC 1903 geblieben.

Aufgrund einer schweren Erkrankung war Peter die letzten vier Jahre seines Lebens ans Bett gefesselt. Dennoch verfolgte er aufmerksam und interessiert, das Fußballgeschehen seines Herzensvereins – bis zum Ende.

 

Wir trauern um Peter Habi, kondolieren seiner Familie um Ehefrau Margit und wünschen ihr alle Kraft! Peter wird immer ein wichtiger Teil des SC 03 Weimar sein und immer im Herzen derer bleiben, die ihn als Spieler, Trainer und Vereinsrepräsentanten kannten und liebten!

 

Thomas Müller im Namen des SC 1903 Weimar

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